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Die Norm ist nicht sektorspezifisch ausgerichtet, sie kann von unterschiedlichsten Unternehmen/Organisa- tionen angewendet werden. Durch die in Deutschland geplante Kopplung an Energiesteuer-Ermässigungen ist häufig die Rede von der produzierenden Industrie, es gibt aber keine Einschränkung auf diese Zielgruppe.
Zertifiziert werden grundsätzlich nicht Produkte oder Technologien, sondern Unternehmen. Aber die Ein- führung des Energiemanagementsystems e3m bietet dem Unternehmen genau die Informationen, die in der Norm gefordert sind – von der systematischen der Daten- erfassung über die Planung/Durchführung/Überprüfung von Massnahmen bis hin zu Benchmarking und Dokumentation.
Die Anwendung der Norm kann zertifiziert werden, muss aber nicht. Es ergibt sich in der Praxis eine Bandbreite von der Anwendung als loser Leitfaden bis hin zum zertifizierten Unternehmen. Wenn eine Zertifizierung für ein Unternehmen gewünscht bzw. gefordert ist, wird diese üblicherweise durch einen externen Zertifi- zierungspartner betreut. Das Zertifikat wird dem Unter- nehmen zunächst auf 3 Jahre ausgestellt, es folgt eine jährliche Nachprüfung mit reduziertem Umfang.
Derzeit besteht keine direkte gesetzliche Verpflichtung. Für das produzierende Gewerbe in Deutschland ist aber eine Kopplung von Steuerermässigungen an ein zertifiziertes Energiemanagement geplant. (§ 40 ff. EEG - Erneuerbare-Energien-Gesetz für Unternehmen des produzierenden Gewerbes. Ergänzende Informationen findet man u.a. im "Untermerkblatt zur Zertifizierung des Energieverbrauchs und der Energieverbrauchs- minderungspotentiale", herausgegeben vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat einen Leitfaden veröffentlicht, der im Internet frei zum Download zur Verfügung steht: „DIN EN 16001: Energiemanagementsysteme in der Praxis - Ein Leitfaden für Unternehmen und Organisationen“
Häufig eine Kombination aus:
Die Norm ist eine Management-Norm, detaillierte Technik-Vorgaben sucht man daher vergebens. Man findet in der Norm weder was ein Zähler genau können muss, noch welche Möglichkeiten die Auswerte-Software bieten muss. In der Praxis bewährt hat sich busfähige Zählertechnik, die mehrfach täglich (typischerweise in einem 15-Minuten Intervall) die Mess- bzw. Verbrauchswerte an eine zentrale Auswerte-Software überträgt.
Die Normen verfolgen ähnliche Ansätze und Methoden, behandeln aber unterschiedliche Themen. Bei der DIN EN 14001 stehen Themen wie Umwelt/Gefahrstoffe/Wasser im Vordergrund, bei der DIN EN 16001 die Energieverbräuche. Unternehmen, die bereits den Bereich Umwelt umgesetzt haben, können die Betrachtung typischerweise relativ einfach auf das Thema Energie ausweiten. Der Bereich Energie gilt als rechtlich übersichtlicher.
Die Normen sind sich sehr ähnlich, aber nicht identisch. Es wird – zumindest bis auf weiteres – beide Normen parallel geben. Das Unternehmen kann üblicherweise entscheiden, ob es sich auf die internationale oder die europäische Norm bezieht.
PDCA steht für „Plan - Do - Check - Act“ und ist ein für Management-Normen typisches Kernelement: