deutsch|englischHome|Downloads|Demo-Bereich|Impressum|Kontakt|Suche
Energiemanagement
Home > Aktives Energiemanagement > Übersicht > Definitionen

Definitonen


Rund um das Thema Energiemanagement tummelt sich eine Reihe von Begriffen wie "Energiemanagement", "Energiecontrolling" und "Energiemonitoring". Eine ge- naue Abgrenzung ist in der Praxis schwierig, da es zum einen unterschiedliche Definitionen der Begriffe gibt und zum anderen die Begriffe teilweise recht abstrakt definiert sind.

Definitionen für Energiemanagement haben im Sprach- gebrauch eine Bandbreite von einfachen Systemen zur Verbrauchsdatenerfassung (= ein Stück Hardware) bis hin zu komplexen Management-Prozessen (ganze Abteilungen in einem Unternehmen und zugehörige Prozesse, Normen, Technologien, etc.).

Verwandt mit dem Begriff „Energiemanagement“ sind die Begriffe „Energiemonitoring“ und „Energiecontrolling“. Teilweise werden diese als Untermenge und/oder Datenquelle für ein Energiemanagement definiert. Bei „Energiemonitoring“ liegt der Schwerpunkt meist bei der Erfassung der Daten, bei „Energiecontrolling“ steht die Auswertung meist mehr im Focus.


Definitionen 'Energiemanagement':


  • „Gesamtheit von miteinander zusammenhängenden oder in Wechselwirkung zueinander stehenden Elementen einer Organisation zur Erstellung einer Energiepolitik sowie strategischer Ziele und zur Erreichung dieser Ziele.“
    (Quelle DIN-EN-16001)
  • „Gesamtheit der Managementfunktionen, die erforderlich sind, um den Prozess der Energie- bereitstellung, -verteilung und –anwendung im Ge- bäude in Hinblick auf möglichst niedrige Prozess- kosten zu führen.“
    (Quelle GEFMA 124-1)
  • Energiemanagement ist ein geeignetes Instrument, um die Reduktion des Energieverbrauchs und damit der Energiekosten systematisch und langfristig im Unternehmen zu verankern. Ziel eines Energie- managements ist es, den Energieeinsatz in einem Unternehmen – vom Energieeinkauf bis zum Energie- verbrauch – ökonomisch und ökologisch zu opti- mieren.
    (Quelle: DENA)
  • „Vorausschauende, organisierte und systematisierte Erzeugung, Verteilung und Verwendung von Energie unter ökologischer und ökonomischer Zielstellung.“
    (Quelle: Arbeitskreis Energieanwendung des VDI)
  • „Menschen umweltbezogen in einem dynamischen Analyse-, Entscheidungs- und Kommunikationsver- fahren so führen, dass Ziele (Rationelle Energie- versorgung und -nutzung) durch planvolles, organi- siertes und kontrolliertes Leisten (Wirtschaften) er- reicht werden.“
    (Quelle: Komitee für Management-Entwicklung in Europa)
  • „Betriebliches Energiemanagement ist das Wirt- schaften mit Energie im Unternehmen, beginnend bei der Energiebereitstellung und betrieblichen Versor- gung über die energiewirtschaftliche Produk- tion bis zur Herstellung eines energiewirtschaftlichen Erzeug- nisses.“
    (Quelle: Prof. Dr. habil. B. Schieferdecker, TU Cottbus)

Definitionen 'Energiecontrolling':


  • „Anwendung der Methoden des Controllings auf die Betriebsphase des Prozesses der Energiebereit- stellung, -verteilung und –anwendung im Gebäude. Grundbestandteil des Energiecontrollings ist das Monitoring von Verbrauchswerten, Verbrauchskenn- zahlen und Kosten. Im Kern des Energiecontrollings ist ein permanenter Soll-/Ist-Vergleich durchzuführen.“
    (Quelle GEFMA 124-1)
  • Unter Energiecontrolling versteht man das kontinu- ierliche Überwachen (mit Hilfe von Energiebuch- haltung), das Bewerten (u.a. mit Hilfe von Bench- marking) des Energieeinsatzes sowie die Rück- meldung an die zuständigen Stellen (Entschei- dungsträger, Anlagenbetreiber, Nutzer etc.), um in Folge dessen zu entscheiden, ob und welche Energie- sparmassnahmen notwendig sind.
    (Quelle Leitfaden Energiebuchhaltung, OPET)
  • „Ziel des Energiecontrollings ist es, durch kontinuierliche Beobachtung geeigneter Grössen den Energieverbrauch zu begrenzen. Der Zielverbrauch hängt dabei von der Nutzungsintensität sowie der Gebäude- und Anlagenqualität ab. Bei der Auswahl und Aufnahme geeigneter Messgrössen ist grund- sätzlich zwischen dem Verbrauchs- und Betriebs- datencontrolling zu unterscheiden. Beim Verbrauchs- datencontrolling kann man die Energieverbräuche sowohl manuell als auch automatisch erfassen. Beim Controlling der Betriebsdaten werden möglichst aussagekräftige Prozessdaten ausgewählt, anhand derer ein bestimmungsgemässer Betrieb direkt beurteilt werden kann. Bei einfachen Gebäuden mit geringer Technisierung sind dies Raumtemperaturen und die Temperaturen und Parameter der Heiz- und Lüftungsanlage.“
    (Quelle: Wikipedia)

Definitionen 'Energiemonitoring':


  • „Erfassung von Daten, Informationen und Zuständen durch Beobachtung, Überwachung eines Vorgangs oder Prozesses. Das Monitoring ist auch Bestandteil des Energiecontrolling“
    (Quelle GEFMA 124-1)